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65 Jahre Befreiung vom Faschismus: Ausstellung und Veranstaltungen in Erlangen

Ausstellung 8. April bis 15. Mai 2010, Stadtbücherei Erlangen

"Sie verweigerten sich" – Kriegsdienstverweigerer, Deserteure, Wehrkraftzersetzer, "Kriegsverräter"

Sie verweigerten sich, verweigerten ihre Einberufung zur Wehrmacht, verweigerten Befehle, desertierten oder verweigerten die Unterstützung an der so genannten Heimatfront. Gegen diese Menschen, die nicht bereit waren, den deutschen Angriffs- und Vernichtungskrieg zu bejubeln und mitzutragen, verhängten die NS-Militärjustiz und die Sondergerichte weit über 30.000 Todesurteile. Mindestens 20.000 dieser Todesurteile wurden vollstreckt, darüber hinaus wurden zehntausende von Freiheitsstrafen ausgesprochen.
Die Rehabilitierung dieser Menschen in der Bundesrepublik begann spät und dauerte lange. Sie begann im August 1998 und erst 2009 wurde die letzte Gruppe, die von den Nationalsozialisten als „Kriegsverräter“ Beschuldigten, rehabilitiert …

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Mittwoch 14.4.2010, 20 Uhr
IG Metall-Saal, Friedrichstr. 7, Erlangen

Desertiert.

Der Wehrmachtsdeserteur Ludwig Baumann berichtet über die NS-Zeit und von seinem langen Kampf für Rehabilitierung der NS-Opfer.
Ludwig Baumann desertierte im Juni 1942 aus der Wehrmacht. Nach seiner Festnahme wurde er wegen „Fahnenflucht im Felde“ zum Tode verurteilt. Von der Umwandlung der Todesstrafe in eine 12jährige Zuchthausstrafe erfuhr er erst nach Monaten – die er in der Todeszelle verbracht hatte.

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Mittwoch 21.4.2010, 20 Uhr
Volkshochschule Erlangen

NS-Richter – 'Kriegsverräter'

Frühe Selbstentlastung der Richter – späte Rehabilitierung der Opfer.
Vortrag von Wolfram Wette, Militärhistoriker und Sachverständiger im Bundestag
Es dauerte ein halbes Jahrhundert, bis der Bundesgerichtshof sich endlich zu der späten Beichte durchrang: Die Richter, die in der Wehrmachtjustiz tätig gewesen waren, waren „Blutrichter“, die sich eigentlich „wegen Rechtsbeugung in Tateinheit mit Kapitalverbrechen hätten verantworten müssen“. Wie konnte es geschehen, dass diese Täter in der Bundesrepublik unbehelligt ihre Laufbahn fortsetzen konnten?

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Mittwoch 28.4.2010, 20 Uhr
Infoladen Feldstr. 22, Erlangen

Kriegsverbrechen unterm Edelweiß

Kampagne gegen das Pfingsttreffen der Gebirgsjäger in Mittenwald ...

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Mittwoch 5.5.2010, 20 Uhr
IG Metall-Saal, Friedrichstr. 7, Erlangen

Besser die Hände gefesselt als der Wille

Das Leben des Kriegsdienstverweigerers Franz Jägerstätter. Ein Fotofeature von Klaus Ihlau.
Franz Jägerstätter kam nicht seiner 'Vaterlandspflicht' nach. Für seine religiös motivierte Gewissensentscheidung den Kriegsdienst zu verweigern, wurde er vom Berliner Reichkriegsgericht zum Tode verurteilt und starb am 9. August 1943 auf dem Schafott im Zuchthaus Brandenburg. Klaus Ihlau zeichnet die vielfältigen Facetten der Person Jägerstätters, aber auch die Ambivalenz der Kirche im Nationalsozialismus nach.

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Ein Projekt von:

gruppo diffuso - Verein zur Förderung alternativer Medien Erlangen e.V. www.feld22.de

Weitere Projekte:

Ausstellung und Veranstaltungsreihe zum 90. Jahrestag der bayerischen Räterepublik www.revolution-baiern.de

Widerstand in Italien unter deutscher Besatzung www.resistenza.de

Kontakt

In Kooperation mit:

 

 

Nürnberg: Verurteilungen wegen

"Wehrkraftzersetzung" und "Hochverrat"

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